Das Ende der organischen Reichweite

Warum Makler ohne Paid Social-Strategie im Feed unsichtbar werden

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Lennart Post

Head of Production

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Die Ausgangslage

Bis etwa 2018 funktionierte Social Media Marketing für die Immobilienbranche nach einem simplen Mechanismus: Content veröffentlichen, Follower aufbauen, Reichweite erzielen. Dieser organische Wachstumspfad ist aufgrund der heutigen Plattform-Architekturen faktisch kaum noch reproduzierbar.

Die algorithmische Realität

Aktuelle Auswertungen der Meta-Plattformen (Facebook/Instagram) zeigen, dass die organische Reichweite eines Unternehmensprofils im Durchschnitt auf unter 5% der eigenen Follower gesunken ist. Bei einem Profil mit 1.000 Followern wird ein Beitrag rein rechnerisch nur an etwa 50 Personen ausgespielt. Von dieser geringen Teilmenge befindet sich statistisch gesehen oft weniger als 1% in einer akuten Kaufphase.

Analyse der Zielgruppen-Struktur

Die Follower-Basis eines gewachsenen Maklerprofils setzt sich meist aus heterogenen Gruppen zusammen, die für den direkten Vertrieb oft irrelevant sind:

  1. Bestandskunden (Transaktion abgeschlossen).

  2. Branchenkollegen und Wettbewerber.

  3. Persönliches Umfeld.

  4. Mieter oder Vermieter ohne Verkaufsabsicht.

Das organische Posten eines neuen Objekts bedient folglich primär eine Audience, die kein valides Kaufinteresse aufweist. Dies führt häufig zu sogenannten "Vanity Metrics" – Zahlen, die zwar gut aussehen (z.B. Likes von Kollegen), aber keine vertriebliche Relevanz besitzen.

Strategiewechsel: Paid Social als Distributionskanal

Um Immobilien effizient zu vermarkten, verlagert sich der Fokus von zufälliger organischer Ausspielung hin zu algorithmisch gesteuerter Distribution. "Paid Social" bezeichnet hierbei den Einsatz werblicher Infrastruktur, um Inhalte präzise auszuspielen.

Durch den Einsatz von Geofencing (lokale Eingrenzung) und Interessen-Clustern (z.B. Nutzer mit Affinität zu Immobilieninvestments oder Finanzierungen) wird der Content gezielt Personen angezeigt, die:

  • Sich im relevanten Zielgebiet aufhalten.

  • Durch ihr digitales Verhalten (Klicks, Suchanfragen) eine potenzielle Kaufabsicht signalisiert haben.

  • Bisher keine Verbindung zum Profil hatten.

Fazit

Ein Social-Media-Profil ohne Mediabudget fungiert heute primär als digitale Visitenkarte zur Validierung der Marktpräsenz. Die effektive Lead-Generierung und der Abverkauf finden jedoch fast ausschließlich über bezahlte Distributionskanäle statt, da nur diese eine Skalierung unabhängig von der bestehenden Follower-Zahl ermöglichen.